Leitplanken

Solidarität ist unser Motto

Der gesellschaftlichen Wirklichkeit kann niemand entfliehen. Wer  meint, sich heraus halten zu können, stärkt nur diejenigen, die eine unmündige Masse brauchen, um ihre Geschäfte betreiben zu können.

Die Motorradclubs Kuhle Wampe treten entschlossen gegen solche Entwicklungen ein und setzen eigene Aktivitäten dagegen. Eine zentrale Aussage des Films „Kuhle Wampe oder wem gehört die Welt“ ist die Aufforderung zum gemeinsamen Handeln. Die Motorradclubs Kuhle Wampe suchen darum den Kontakt zu Menschen und anderen Organisationen. Denn nur durch eine breite Zusammenarbeit der fortschrittlichen Kräfte kann den rechten und unsozialen Tendenzen in unserer Gesellschaft Einhalt geboten und an einer menschlicheren Gesellschaftsform gearbeitet werden.

Kuhle Wampe ist für Menschen, die über den Tacho hinausschauen

Für den Verband der Motorradclubs Kuhle Wampe ist klar, daß Motorradfahrer*innen nicht nur als Verkehrsteilnehmer*innen benachteiligt, sondern auch als Menschen täglich durch eine zunehmend menschenfeindliche und naturverdrängende Politik beeinträchtigt werden. Daraus leitet sich unser politischer Anspruch ab. Unsere Rechte, ob auf der Straße oder im täglichen Leben, können nur durch gemeinsames und solidarisches Handeln durchgesetzt werden.

Die Kuhle Wampe versteht sich als unabhängiger Verband von Motorradclubs. In ihr kann jede*r unbesehen von Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion, Nationalität und politischer Anschauung mitarbeiten, sofern sie nicht gegen unsere Grundsätze verstoßen.

Um unsere Interessen in der Öffentlichkeit wirkungsvoller vertreten zu können, haben sich die Kuhle Wampe-Clubs zu dem überregionalen Verband der Motorradclubs Kuhle Wampe basisorientiert zusammengeschlossen. Mit der Kuhlen Wampe haben wir uns eine Möglichkeit geschaffen, unsere Freizeit selbstorganisiert, sinnvoll und spaßorientiert nach eigenen Vorstellungen gemeinsam zu verbringen.

Kuhle Wampe ist für Menschen, die ihre Interessen als Motorradfahrer*innen vertreten

Motorradfahrer*innen sind im Straßenverkehr benachteiligt. Beispiele dafür sind motorradspezifische Streckensperrungen und Tempolimits, gefährlicher Straßenbau, unzureichend verfügbare umweltschonende Technik, Ungleichbehandlung durch das Gesetz (z. B. TÜV für Neufahrzeuge und Stufenführerschein.) Diese Probleme betreffen alle Motorradfahrer*innen. Um sich erfolgreich wehren zu können, ist es notwendig, daß mensch nicht nur „Benzin redet“. Wir entwickeln eigene Lösungsmöglichkeiten und Strategien, um diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Wir setzen sie im Verband um und bringen sie außerhalb unseres Verbandes in unterschiedlichen nationalen und internationalen Gremien wie z.B. in der FEMA (Federation of European Motorcyclists Association) ein.

Kuhle Wampe ist für Menschen, die ihre Freizeit sinnvoll gestalten.

Wir machen Aktionen zu politischen Themen, bieten Diskussionsforen und Kulturelles. Bei Sicherheitstrainings, Trial-, Geschicklichkeits- und Orientierungsfahrten, vor allem aber durch die Weitergabe von persönlichen Erfahrungen werden nicht nur Anfänger*innen mit dem Motorrad vertraut gemacht. Die Mitglieder der Kuhlen Wampe organisieren gemeinsame Fahrten, Treffen, Urlaub, Sport und Spaß für sich und andere.

Kuhle Wampe ist für Menschen, die sich Gedanken um ihre Umwelt machen

Uns ist bewußt, welcher Widerspruch zwischen Individualverkehr und einer vernünftigen, ökologisch orientierten Verhaltensweise besteht. Gerade deswegen darf die Faszination, die die Motorradtechnik auf uns ausübt, uns nicht die Augen verschließen vor den Problemen, die der motorisierte Individualverkehr verursacht. Die Modellpolitik unter der Devise „Immer schneller und immer stärker“ ist nicht in unserem Sinne. Wir wollen Motorräder, die sicher, preisgerecht und so umweltschonend wie technisch möglich sind.

Die Umweltzerstörung hat bedrohliche Formen angenommen. Nicht nur die Großindustrie, sondern auch das Konsumverhalten der Gesellschaft verschwendet Rohstoffe und vergiftet Boden, Luft und Wasser immer mehr. Die Kuhle Wampe als Verband nutzt die Möglichkeiten, durch Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gremien, u.a. auch der Motorrradindustrie, unsere Vorstellungen von dem umweltschonenden Motorrad einzubringen, zum Beispiel Reduzierung von unnötiger Schadstoff- und Geräuschemmission und ressourcenschonende Herstellung.

Kuhle Wampe ist gegen Atomenergie

Kuhle Wampe arbeitet mit anderen Gruppen für die Abschaffung der zivilen und militärischen Nutzung der Atomenergie zusammen. Wir wehren uns gegen Atommülltransporte und unsichere Endlagerung radioaktiven Materials. Wir stellen uns gemeinsam mit anderen quer.

Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus

Krieg und Faschismus beginnen in den Köpfen der Menschen. Wir verstehen uns als konsequente AntifaschistInnen und wollen mit dafür Sorge tragen, dass weder alte noch neue Nazis die Möglichkeit haben, ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten oder ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Unser Engagement richtet sich gegen rechte Politik und den alltäglichen Rassismus.

Kuhle Wampe ist für Frauen und Männer

Wir sehen es als eine unserer Aufgaben an, der Benachteiligung von Frauen entgegenzutreten. Für Frauen ist es nach wie vor schwierig, sich in der „Männerdomäne“ Motorradfahren zu behaupten. Wir in der Kuhlen Wampe entwickeln unsere Sensibilität dafür weiter, wann und durch welche Verhaltensweisen Frauen eingeschränkt, diskriminiert und an den Rand gedrängt werden.

Für uns sind Frauen in verantwortlichen Positionen eine Selbstverständlichkeit.

Um nicht allein bei einem veränderten Bewusstsein stehenzubleiben, sind solidarisches Miteinander und konkrete Unterstützung gefordert. Hierfür gibt es keine Patentrezepte, wir berücksichtigen die individuellen Erfahrungen und Bedürfnisse, die jede*r mitbringt.

Kuhle Wampe – Solidarität ist unser Motto

 

(c) http://www.kuhle-wampe.de

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